Wer in Frankfurt am Main über eine Photovoltaikanlage nachdenkt, sollte sich den Klimabonus der Stadt genauer ansehen. Denn Frankfurter Hausbesitzer können sich derzeit einen Zuschuss von 20 % für ihre neue Solaranlage sichern. Auch Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur werden unter bestimmten Voraussetzungen gefördert.
Doch wie lange noch? Laut Stadt Frankfurt läuft das Förderprogramm voraussichtlich mindestens bis Ende 2026. Ob die Zuschüsse im kommenden Jahr in gleicher Form weitergeführt werden, ist derzeit offen.
Für Eigentümer, die ohnehin in eine Photovoltaikanlage investieren möchten, lohnt es sich deshalb, die Planung nicht unnötig aufzuschieben. Wir erklären, welche Fördermöglichkeiten bestehen, wer davon profitieren kann und worauf es bei der Antragstellung ankommt.
Klimabonus Frankfurt: Bis zu 20 % Zuschuss für Ihre Solaranlage
Mit dem Förderprogramm „Klimabonus“ unterstützt die Stadt Frankfurt am Main Investitionen in den Klimaschutz. Ziel ist es, erneuerbare Energien auszubauen, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und die Stadt auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.
Besonders interessant für Eigenheimbesitzer ist die Förderung von Photovoltaikanlagen. Wer sein Dach mit Solarmodulen ausstatten möchte, kann einen Zuschuss in Höhe von 20 % der förderfähigen Kosten beantragen.
Aber auch die Kombination mit einem Stromspeicher oder einer Ladestation für das Elektroauto kann gefördert werden.
Diese Zuschüsse bietet der Klimabonus aktuell:
- Photovoltaikanlagen: 20 % der förderfähigen Kosten
- Batteriespeicher: 20 % der förderfähigen Kosten
- Ladeinfrastruktur: 20 % der förderfähigen Kosten
- Solar-Gründächer: 30 % der förderfähigen Kosten
Wichtig ist, dass Batteriespeicher und Ladestationen nur in Verbindung mit einer neuen Photovoltaikanlage beziehungsweise im Rahmen der entsprechenden Förderbedingungen berücksichtigt werden.
Damit wird vor allem die Anschaffung eines umfassenden Energiesystems interessant: Eine Photovoltaikanlage erzeugt eigenen Strom, der Batteriespeicher macht diesen auch außerhalb der Sonnenstunden verfügbar und eine Wallbox ermöglicht das Laden des Elektroautos mit Solarenergie.
So viel Geld können Frankfurter Hausbesitzer sparen
Wie attraktiv der Klimabonus sein kann, zeigt eine einfache Beispielrechnung.
Angenommen, die förderfähigen Kosten einer neuen Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher liegen bei 20.000 Euro.
Bei einer Förderung von 20 % ergibt sich folgende Rechnung:
- Förderfähige Investitionskosten: 20.000 Euro
- Klimabonus der Stadt Frankfurt (20 %): 4.000 Euro
- Verbleibender Eigenanteil: 16.000 Euro
In diesem Beispiel übernimmt die Stadt also 4.000 Euro der Investitionskosten.
Die tatsächliche Fördersumme hängt natürlich davon ab, welche Kosten förderfähig sind und welcher Zuschuss im Einzelfall bewilligt wird. Die Rechnung dient deshalb lediglich zur Veranschaulichung.
Zusätzlich kann sich die Photovoltaikanlage langfristig auszahlen. Denn jede selbst erzeugte und verbrauchte Kilowattstunde Solarstrom reduziert die Strommenge, die Sie von Ihrem Energieversorger beziehen müssen.
Gerade bei steigenden Stromkosten und einem wachsenden Strombedarf, beispielsweise durch ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe, wird die eigene Stromproduktion für viele Haushalte immer interessanter.
Klimabonus Frankfurt: Förderung läuft möglicherweise Ende 2026 aus
Der Frankfurter Klimabonus wurde im November 2023 eingeführt. Insgesamt stellte die Stadt dafür ursprünglich 21 Millionen Euro bereit.
Auf ihrer offiziellen Website gibt die Stadt an, dass das Programm voraussichtlich mindestens bis Ende 2026 läuft.
Ob die Photovoltaik-Förderung über den 31. Dezember 2026 hinaus unverändert fortgesetzt wird, steht derzeit nicht fest.
Das bedeutet nicht, dass die Förderung automatisch zum Jahreswechsel endet. Eine Verlängerung ist ebenso möglich wie eine Anpassung der Förderbedingungen.
Wer eine Photovoltaikanlage plant, sollte die aktuelle Möglichkeit allerdings im Blick behalten. Schließlich ist die Förderung an die geltenden Richtlinien und die Verfügbarkeit entsprechender Haushaltsmittel gebunden.
Dass Förderbudgets nicht unbegrenzt verfügbar sind, zeigt bereits die Entwicklung bei den Balkonkraftwerken: Für diese sind die Mittel im Klimabonus ausgeschöpft. Neue Anträge können in diesem Förderbereich derzeit nicht gestellt werden.
Die Förderung regulärer Photovoltaikanlagen ist davon aktuell nicht betroffen.
Für Frankfurter Eigenheimbesitzer ist deshalb jetzt ein guter Zeitpunkt, sich mit der geplanten Investition und den Förderbedingungen auseinanderzusetzen.
Wer kann den Klimabonus in Frankfurt beantragen?
Die Förderung richtet sich nicht ausschließlich an private Eigenheimbesitzer. Grundsätzlich können verschiedene Antragsteller von dem Programm profitieren.
Dazu gehören unter anderem:
- Privatpersonen mit Immobilien in Frankfurt am Main
- Wohnungseigentümergemeinschaften
- Unternehmen
- Vereine und Organisationen
- Gemeinschaften, die förderfähige Maßnahmen umsetzen möchten
Entscheidend ist unter anderem, dass die Maßnahme auf einem Grundstück innerhalb des Frankfurter Stadtgebiets umgesetzt wird und die übrigen Fördervoraussetzungen erfüllt sind.
Für Gemeinschaftsprojekte sieht das Programm sogar einen zusätzlichen Bonus von fünf Prozentpunkten vor.
Auch die Kombination mehrerer Maßnahmen kann möglich sein. So lässt sich beispielsweise die Installation einer Photovoltaikanlage mit einem neuen Batteriespeicher verbinden.
Der wichtigste Punkt: Förderantrag vor der Beauftragung stellen
Wer den Klimabonus nutzen möchte, sollte vor allem auf die richtige Reihenfolge achten. Denn die Stadt Frankfurt fördert grundsätzlich nur Maßnahmen, die noch nicht begonnen wurden.
Eine Photovoltaikanlage sollte daher erst verbindlich beauftragt werden, wenn der Förderbescheid vorliegt.
Der typische Ablauf sieht folgendermaßen aus:
1. Photovoltaikanlage planen lassen
Zunächst wird geprüft, wie sich Ihr Dach für die Solarstromerzeugung eignet. Dabei spielen unter anderem die verfügbare Dachfläche, die Ausrichtung, mögliche Verschattungen und Ihr persönlicher Stromverbrauch eine Rolle.
Auf dieser Grundlage lässt sich eine passende Photovoltaikanlage planen und ein Angebot erstellen.
2. Förderantrag online einreichen
Mit dem Angebot und den erforderlichen Angaben können Sie den Klimabonus über das Onlineportal der Stadt Frankfurt beantragen.
3. Förderbescheid abwarten
Das Klimareferat prüft den Antrag. Wird die Förderung bewilligt, erhalten Sie einen Zuwendungsbescheid mit der maximal möglichen Fördersumme.
4. Photovoltaikanlage installieren lassen
Nach Erhalt des Förderbescheids kann die Anlage verbindlich beauftragt und umgesetzt werden.
5. Fördergeld auszahlen lassen
Nach Abschluss der Arbeiten werden die erforderlichen Nachweise eingereicht. Dazu gehören insbesondere Rechnungen und Zahlungsbelege. Anschließend prüft die Stadt die Unterlagen und zahlt die bewilligte Förderung aus.
Wichtig: Bereits vor der Förderzusage abgeschlossene verbindliche Verträge, Bestellungen oder geleistete Zahlungen können die Förderfähigkeit gefährden. Für bestimmte Vertragsgestaltungen und reine Planungsleistungen gelten Ausnahmen.
Photovoltaik mit Speicher: Eine Investition, die sich doppelt lohnen kann
Eine Photovoltaikanlage macht Sie unabhängiger vom Stromversorger. Mit einem passenden Batteriespeicher lässt sich der selbst erzeugte Solarstrom noch besser nutzen.
Tagsüber produziert die Anlage Strom, der direkt im Haushalt verbraucht werden kann. Überschüssige Energie wird im Speicher zwischengespeichert und steht beispielsweise am Abend zur Verfügung.
Das kann den Eigenverbrauch deutlich erhöhen und den Strombezug aus dem öffentlichen Netz reduzieren.
Besonders interessant wird diese Kombination für Haushalte mit einem hohen Stromverbrauch, einer Wärmepumpe oder einem Elektroauto.
Durch den Frankfurter Klimabonus können sich die förderfähigen Investitionskosten zusätzlich reduzieren. Entscheidend ist dabei, dass Photovoltaikanlage und Speicher sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.
Denn ein möglichst großer Speicher ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung. Viel wichtiger ist eine Planung, die zum tatsächlichen Energiebedarf des Haushalts passt.
Mit naturwärme die Photovoltaikanlage richtig planen
Sie wohnen in Frankfurt am Main und möchten sich die aktuelle Photovoltaik-Förderung sichern?
Bei naturwärme erhalten Sie eine individuell geplante Photovoltaikanlage, auf Wunsch inklusive Batteriespeicher und Wallbox.
Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, welche Anlage zu Ihrem Gebäude und Ihrem Stromverbrauch passt. Dabei berücksichtigen wir auch die aktuellen Fördermöglichkeiten, damit Sie Ihre Investition von Anfang an sinnvoll planen können.
Von der Planung über die Montage und Elektroinstallation bis zur Inbetriebnahme erhalten Sie bei uns alle Leistungen inklusive.
Gerade im Hinblick auf die unsichere Fortführung des Frankfurter Klimabonus lohnt es sich, frühzeitig ein Angebot einzuholen. So können Sie die Fördervoraussetzungen prüfen und die nächsten Schritte rechtzeitig vorbereiten.
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Hinweis: Die Angaben zum Klimabonus entsprechen dem veröffentlichten Förderstand vom Oktober 2026. Die Bewilligung erfolgt nach den jeweils geltenden Förderrichtlinien und verfügbaren Haushaltsmitteln. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.
