E-Mobilität

E-Auto laden mit Photovoltaik

E-Mobilität

E-Auto laden mit Photovoltaik

Wer heute eine Photovoltaikanlage plant, sollte nicht nur an den aktuellen Stromverbrauch seines Hauses denken. Auch ein E-Auto und die passende intelligente Ladestation gehören von Anfang an in die Planung, selbst dann, wenn das Elektroauto erst in einigen Jahren angeschafft werden soll.

Solarstrom statt Sprit

Warum die Wallbox bei der PV-Anlage gleich mitgeplant werden sollte

Eine ausreichend groß dimensionierte Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und intelligenter Wallbox kann nicht nur die Stromkosten im Haushalt reduzieren. Sie schafft gleichzeitig die Möglichkeit, einen erheblichen Teil der zukünftigen Mobilität mit selbst erzeugtem Solarstrom abzudecken.

Auf dieser Seite rechnen wir durch, was das konkret bedeutet. Welche Wallbox für Ihr Zuhause infrage kommt, finden Sie auf unserer Seite zur Wallbox als E-Auto-Ladestation.

Bei Kraftstoffpreisen, die im Herbst 2026 zeitweise bei über 2,50 Euro pro Liter liegen, wird dieser Aspekt wirtschaftlich besonders interessant.

Prinzip

E-Auto mit eigenem PV-Strom laden

Das Prinzip ist einfach: Produziert die Photovoltaikanlage mehr Strom, als im Haus gerade benötigt wird, kann dieser Überschuss zum Laden des Elektroautos verwendet werden. Eine intelligente Ladestation passt den Ladevorgang an die aktuelle Solarstromproduktion an. Statt überschüssigen PV-Strom ausschließlich ins öffentliche Netz einzuspeisen, fließt ein möglichst großer Anteil direkt in die Batterie des Fahrzeugs.

Das E-Auto wird zu einem zusätzlichen Verbraucher der eigenen Solaranlage, und ein Teil der bislang an der Tankstelle gekauften Energie kommt vom eigenen Dach.

Photovoltaikanlage lieber ausreichend groß dimensionieren

Nehmen wir als Beispiel eine Investition von rund 25.000 Euro in eine großzügig dimensionierte Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher und intelligenter Ladestation. Bei der Planung sollte nicht ausschließlich danach gefragt werden, wie hoch der Stromverbrauch des Haushalts heute ist. Entscheidend ist auch, welche zusätzlichen elektrischen Verbraucher in den kommenden Jahren hinzukommen können:

ein Elektroauto oder später sogar ein zweites E-Auto
eine Wärmepumpe
Klimatisierung
elektrische Warmwasserbereitung
ein steigender Haushaltsstromverbrauch
ein Batteriespeicher

Wer bereits bei der Planung entsprechende Leistungsreserven berücksichtigt, schafft bessere Voraussetzungen, um künftig einen möglichst hohen Anteil seines gesamten Energiebedarfs selbst zu erzeugen. Gerade ein E-Auto kann den Strombedarf eines Haushalts deutlich erhöhen. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil, im Gegenteil: Steht das Fahrzeug zu geeigneten Zeiten zu Hause, kann zusätzlicher Solarstrom sinnvoll direkt für die eigene Mobilität genutzt werden.

Beispielrechnung

Was kostet das Fahren mit E-Auto und Photovoltaik?

Wie groß der wirtschaftliche Unterschied sein kann, zeigt eine bewusst vereinfachte Beispielrechnung. Wir vergleichen ein Elektroauto mit einem Verbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer mit einem Verbrenner, der 8 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer benötigt. Für den Kraftstoff setzen wir 2,50 Euro pro Liter an, für Netzstrom 32 Cent pro kWh.

Wir nehmen bewusst nicht an, dass das E-Auto immer mit eigenem Solarstrom geladen werden kann, sondern rechnen über das gesamte Jahr mit einem Anteil von lediglich 50 Prozent eigenem PV-Strom. Für die vereinfachte Vergleichsrechnung bewerten wir den zusätzlich verfügbaren eigenen PV-Strom mit 0 Cent/kWh. Daraus ergibt sich ein gemittelter Strompreis von 16 Cent pro kWh.

Verbrenner: 8 Liter × 2,50 € = 20,00 € pro 100 Kilometer
E-Auto: 20 kWh × 0,16 € = 3,20 € pro 100 Kilometer
Differenz: 16,80 € je 100 Kilometer
JahresfahrleistungVerbrenner (8 l/100 km, 2,50 €/l)E-Auto (20 kWh/100 km, Ø 0,16 €/kWh)Ersparnis pro JahrErsparnis pro Monat
5.000 km1.000 €160 €840 €70 €
10.000 km2.000 €320 €1.680 €140 €
15.000 km3.000 €480 €2.520 €210 €
20.000 km4.000 €640 €3.360 €280 €
25.000 km5.000 €800 €4.200 €350 €

Was diese Rechnung berücksichtigt und was nicht

Die Berechnung ist ein vereinfachtes Rechenbeispiel. Sie berücksichtigt ausschließlich die hier angenommenen Energie- bzw. Kraftstoffkosten. Anschaffungs-, Wartungs-, Versicherungs-, Steuer-, Finanzierungs- und sonstige Fahrzeugkosten bleiben unberücksichtigt. Für selbst erzeugten PV-Strom werden vereinfachend keine zusätzlichen Strombezugskosten angesetzt. Investitionskosten, Speicherverluste und entgangene Einspeiseerlöse sind nicht enthalten.

Einordnung

Welche Rendite bringt allein das Laden des E-Autos?

Betrachten wir die angenommenen 25.000 Euro Investitionskosten für Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und intelligente Ladestation einmal wie eine Geldinvestition. Dann können wir die durch das E-Auto eingesparten Energiekosten ins Verhältnis zu diesen 25.000 Euro setzen.

JahresfahrleistungErsparnis pro JahrRechnerische Ersparnis bezogen auf 25.000 €
5.000 km840 €3,36 % p.a.
10.000 km1.680 €6,72 % p.a.
15.000 km2.520 €10,08 % p.a.
20.000 km3.360 €13,44 % p.a.
25.000 km4.200 €16,80 % p.a.

Das ist keine Kapitalanlagerendite

Die genannten Prozentwerte sind keine klassische Kapitalanlagerendite und keine Renditegarantie für eine Photovoltaikanlage. Sie zeigen lediglich, wie hoch die in unserem Beispiel errechnete jährliche Mobilitätsersparnis im Verhältnis zur angenommenen Investitionssumme von 25.000 Euro ausfällt.

Und dabei betrachten wir an dieser Stelle nur das Laden des Elektroautos. Der Solarstrom, der zusätzlich im Haushalt genutzt wird, mögliche Einspeiseerlöse und der weitere wirtschaftliche Nutzen von Photovoltaikanlage und Batteriespeicher sind in dieser Rechnung noch gar nicht enthalten.

Finanzierung

Und wenn die 25.000 Euro nicht aus dem eigenen Vermögen kommen?

Noch interessanter wird die Betrachtung, wenn die Photovoltaikanlage nicht aus vorhandenem Eigenkapital bezahlt, sondern vollständig finanziert wird. Nehmen wir ein einfaches Finanzierungsbeispiel: 25.000 Euro Investitionssumme, 15 Jahre Laufzeit, beispielhafte monatliche Rate rund 235 Euro.

JahresfahrleistungErsparnis E-Auto pro MonatBeispielhafte FinanzierungsrateRechnerische Differenz
5.000 km70 €235 €–165 €
10.000 km140 €235 €–95 €
15.000 km210 €235 €–25 €
20.000 km280 €235 €+45 €
25.000 km350 €235 €+115 €
Bereits bei 20.000 Kilometern im Jahr wäre die monatliche Energiekostenersparnis beim Autofahren höher als die angenommene Finanzierungsrate für die komplette Anlage.

Und die Photovoltaikanlage versorgt zusätzlich noch das Haus

Denn die 25.000 Euro finanzieren nicht nur eine „Tankstelle für das E-Auto“. Die Investition umfasst eine entsprechend dimensionierte Photovoltaikanlage, einen Batteriespeicher und eine intelligente Ladestation. Die Anlage produziert also zusätzlich Strom für den Haushalt, der Batteriespeicher macht Solarstrom auch außerhalb der Sonnenstunden verfügbar, und überschüssiger Strom kann eingespeist werden. Diese zusätzlichen wirtschaftlichen Effekte sind in unserem Vergleich noch nicht berücksichtigt.

Perspektive

Vom monatlichen Energieverbrauch zur eigenen Energieversorgung

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Unterschied zwischen laufenden Kraftstoffkosten und der Investition in eine eigene Photovoltaikanlage. Wer jeden Monat Geld für Benzin oder Diesel ausgibt, kauft damit Energie, die unmittelbar verbraucht wird. Nach der Fahrt ist der Kraftstoff weg, und beim nächsten Tankvorgang entstehen erneut Kosten.

Bei einer Investition in eine Photovoltaikanlage entsteht dagegen eine eigene Energieerzeugungsanlage, die über viele Jahre Strom produzieren kann. Wird diese Anlage finanziert, zahlt der Eigentümer über einen festgelegten Zeitraum die Finanzierung zurück. Nach dem Ende der Finanzierung entfällt die Kreditrate, die Photovoltaikanlage kann aber weiterhin Strom produzieren.

Wofür gebe ich mein Geld aus: für dauerhaft wiederkehrenden Energieverbrauch oder für eine Anlage, die selbst Energie erzeugt?

Bei 20.000 Kilometern über 3.000 Euro pro Jahr sparen

Der angenommene Verbrenner benötigt 20.000 km × 8 Liter / 100 km = 1.600 Liter Kraftstoff, bei 2,50 Euro pro Liter also 4.000 Euro pro Jahr. Das Elektroauto benötigt 20.000 km × 20 kWh / 100 km = 4.000 kWh Strom, bei 16 Cent pro kWh also 640 Euro pro Jahr. Die rechnerische Differenz beträgt 3.360 Euro pro Jahr oder 280 Euro pro Monat: mehr als die beispielhaft angesetzte Finanzierungsrate von rund 235 Euro.

Technik

Die intelligente Wallbox macht den Unterschied

Damit möglichst viel eigener Solarstrom tatsächlich im Elektroauto landet, spielt die Ladestation eine entscheidende Rolle. Eine normale Wallbox kann ein Elektroauto laden. Eine intelligente, mit der Photovoltaikanlage abgestimmte Wallbox kann dagegen den Ladevorgang an die aktuelle Stromproduktion anpassen.

Beim sogenannten PV-Überschussladen erkennt das Energiemanagement, wie viel Solarstrom aktuell zur Verfügung steht und wie viel davon im Haushalt benötigt wird. Verbleibt ein Überschuss, kann dieser gezielt zum Laden des Elektroautos genutzt werden. Steigt die Solarproduktion, kann die Ladeleistung erhöht werden. Sinkt sie, kann das System die Ladeleistung reduzieren oder den Ladevorgang zeitweise unterbrechen.

Möglichst viel eigenen Solarstrom ins E-Auto laden und möglichst wenig Strom aus dem öffentlichen Netz zukaufen.

Welche Ladestationen wir dafür anbieten und was sie unterscheidet, finden Sie auf unserer Seite zur Wallbox für Ihr Zuhause.

Planung

Warum Batteriespeicher, Photovoltaik und E-Auto zusammen geplant werden sollten

Ein Batteriespeicher kann die Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms zeitlich verschieben. Allerdings sollte er nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Photovoltaikanlage, Energiemanagement, Batteriespeicher, intelligenter Wallbox und E-Auto. Eine gute Anlagenplanung berücksichtigt deshalb:

die mögliche Größe der Photovoltaikanlage
Dachflächen und Ausrichtung
den aktuellen Haushaltsstromverbrauch
zukünftige elektrische Verbraucher
die jährliche Fahrleistung des E-Autos
typische Standzeiten des Fahrzeugs zu Hause
die gewünschte Ladeleistung
die Größe des Batteriespeichers
das Energiemanagement
mögliche zukünftige Erweiterungen

Je besser diese Komponenten aufeinander abgestimmt sind, desto effizienter kann der selbst erzeugte Solarstrom genutzt werden.

Vorausdenken

Auch ohne E-Auto heute: die Wallbox für morgen mitdenken

Nicht jeder, der heute eine Photovoltaikanlage kauft, besitzt bereits ein Elektroauto. Das bedeutet aber nicht, dass die Elektromobilität bei der Planung ignoriert werden sollte. Eine Photovoltaikanlage wird schließlich nicht für zwei oder drei Jahre angeschafft, und während ihrer Laufzeit kann sich der Energiebedarf eines Haushalts erheblich verändern.

Die Frage lautet nicht: Wie viel Strom verbraucht unser Haushalt heute? Sondern: Wie viel elektrische Energie werden Haus, Heizung und Mobilität in Zukunft benötigen?

Eine Photovoltaikanlage sollte zum Energiebedarf von morgen passen

Elektromobilität, Wärmepumpe, Batteriespeicher und ein allgemein zunehmender elektrischer Energiebedarf können dazu führen, dass eine heute ausreichend erscheinende Anlage in einigen Jahren deutlich mehr leisten müsste. Wenn Dachfläche und technische Voraussetzungen es ermöglichen, kann es deshalb sinnvoll sein, die Photovoltaikanlage von Beginn an großzügiger und zukunftsorientiert zu dimensionieren. Das gilt besonders, wenn die Anschaffung eines Elektroautos bereits geplant ist oder für die kommenden Jahre wahrscheinlich erscheint.

Beratung

Jetzt Photovoltaikanlage inklusive Ladestation planen

Sie planen eine neue Photovoltaikanlage und möchten Ihr heutiges oder zukünftiges E-Auto möglichst häufig mit eigenem Solarstrom laden? Dann sollte die Ladeinfrastruktur bereits bei der Dimensionierung und technischen Planung der Anlage berücksichtigt werden.

Planen Sie nicht nur für den Stromverbrauch von heute, sondern für die Mobilität von morgen.

naturwärme unterstützt Sie bei der Planung einer passenden Gesamtlösung aus Photovoltaik, Batteriespeicher, Energiemanagement und intelligenter Ladestation.

Hinweis zu den Beispielrechnungen

Sämtliche genannten Werte sind vereinfachte Modellrechnungen und stellen weder eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung noch eine Rendite-, Preis- oder Finanzierungszusage dar. Tatsächliche Kosten, Erträge und Einsparungen hängen unter anderem von Anlagengröße, Standort, Solarertrag, Eigenverbrauch, Speicher- und Ladeverlusten, Fahrprofil, Fahrzeugverbrauch sowie der Entwicklung von Strom- und Kraftstoffpreisen ab. Finanzierungskonditionen und monatliche Raten sind insbesondere von Zinssatz, Laufzeit, Anbieter und Bonität abhängig. Die angenommene Finanzierungsrate von rund 235 Euro monatlich dient ausschließlich als Rechenbeispiel.

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