Welche Lösung passt optimal zur Wärmepumpe? Die Warmwasserbereitung entscheidet maßgeblich über Stromverbrauch, Komfort, Hygiene und Betriebskosten. Wir vergleichen klassischen Trinkwasserspeicher, Brauchwasserwärmepumpe und Frischwasserstation – herstellerunabhängig und als Teil Ihres gesamten Energiekonzeptes.
Die Warmwasserbereitung macht je nach Haushalt rund 10 bis 30 % des gesamten Energieverbrauchs einer Heizungsanlage aus. Gerade bei einer modernen Wärmepumpe entscheidet deshalb die Wahl des richtigen Warmwassersystems maßgeblich über Stromverbrauch, Komfort, Hygiene und Betriebskosten.
naturwärme plant jede Wärmepumpenanlage individuell und betrachtet die Warmwasserbereitung immer als Bestandteil des gesamten Energiekonzeptes. Dabei kommen grundsätzlich drei unterschiedliche Systeme in Betracht:
Obwohl alle drei Systeme warmes Wasser bereitstellen, unterscheiden sie sich erheblich hinsichtlich Hygiene, Effizienz und Zukunftssicherheit.
Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur ist. Hohe Temperaturen verschlechtern dagegen den Wirkungsgrad.
Genau hier entsteht bei der Trinkwassererwärmung ein Zielkonflikt:
Die richtige Systemwahl hilft dabei, beide Ziele optimal miteinander zu verbinden.
Bei dieser Lösung wird Trinkwasser in einem isolierten Speicher bevorratet und über einen Wärmetauscher aufgeheizt.
Stehendes Wasser zwischen etwa 25 und 50 °C bietet günstige Bedingungen für Legionellen. Deshalb müssen Speicheranlagen hygienisch richtig betrieben werden.
Eine Brauchwasserwärmepumpe ist eine eigenständige Wärmepumpe ausschließlich für die Trinkwasserbereitung.
Sie entzieht der Raumluft Wärme und erwärmt damit einen Trinkwasserspeicher.
Eine Brauchwasserwärmepumpe eignet sich vor allem zur Modernisierung bestehender Heizungsanlagen oder wenn keine komplette Heizungsmodernisierung geplant ist.
Aus Sicht von naturwärme stellt die Frischwasserstation die technisch beste Lösung für moderne Wärmepumpensysteme dar.
Hier wird kein Trinkwasser gespeichert.
Stattdessen speichert ein Pufferspeicher ausschließlich Heizungswasser. Erst wenn im Bad oder in der Küche warmes Wasser benötigt wird, wird frisches Trinkwasser über einen Plattenwärmetauscher im Durchlaufprinzip erwärmt.
Dadurch entsteht:
Dieses Prinzip wird auch vom Bundesverband Wärmepumpe als hygienische Form der Trinkwassererwärmung beschrieben.
Legionellen vermehren sich bevorzugt in stehendem Wasser zwischen etwa 25 und 45 bzw. 50 °C.
Genau dieser Temperaturbereich kommt bei klassischen Trinkwasserspeichern häufig vor.
Bei einer Frischwasserstation wird dagegen:
Dadurch entfällt das typische Speicherrisiko weitgehend.
Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass eine Frischwasserstation allein eingebaut werden kann.
Tatsächlich benötigt dieses System immer einen ausreichend dimensionierten Heizungs-Pufferspeicher.
Der Pufferspeicher enthält ausschließlich Heizungswasser und dient als Energiespeicher für die Wärmepumpe.
Über einen leistungsstarken Plattenwärmetauscher wird daraus im Bedarfsfall hygienisch frisches Trinkwasser erzeugt.
Deshalb sollte bereits bei der Planung geprüft werden:
naturwärme berücksichtigt diese Punkte bereits während der Anlagenplanung.
| Kriterium | Trinkwasserspeicher | Brauchwasser-Wärmepumpe | Frischwasserstation |
|---|---|---|---|
| Trinkwasser wird gespeichert | Ja | Ja | Nein |
| Hygiene | Mittel | Mittel | Sehr hoch |
| Legionellenrisiko | erhöht | erhöht | sehr gering |
| Wärmeverluste | hoch | mittel | gering |
| Effizienz | mittel | gut | sehr gut |
| Zukunftssicherheit | gut | gut | hervorragend |
| Ideal für Wärmepumpe | bedingt | teilweise | ✓ Ja |
naturwärme plant Wärmepumpenanlagen immer als Gesamtsystem.
Dabei stehen folgende Ziele im Vordergrund:
Besonders in Verbindung mit einem intelligent dimensionierten Pufferspeicher, einer Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Home Energy Management System (HEMS) entsteht ein äußerst effizientes Gesamtkonzept.
naturwärme bietet sämtliche Leistungen aus einer Hand:
So erhalten Sie ein optimal abgestimmtes Energiesystem ohne Schnittstellen zwischen verschiedenen Gewerken.
Weiterführende Themen rund um Ihr Vorhaben.
Wir beraten Sie herstellerunabhängig zur passenden Warmwasserlösung für Ihre Wärmepumpe.
Wir beraten Sie herstellerunabhängig zur passenden Warmwasserlösung für Ihre Wärmepumpe.
In den meisten Einfamilienhäusern bietet eine Frischwasserstation die höchste Effizienz, da nur Heizungswasser gespeichert wird und Trinkwasser erst beim Zapfen erwärmt wird.
Beim Trinkwasserspeicher wird warmes Trinkwasser bevorratet. Eine Frischwasserstation erwärmt Trinkwasser dagegen erst unmittelbar beim Verbrauch.
Ja. Eine Frischwasserstation funktioniert ausschließlich in Verbindung mit einem ausreichend dimensionierten Heizungs-Pufferspeicher.
Ja. Sie eignet sich grundsätzlich für verschiedene Wärmeerzeuger, entfaltet ihre Vorteile jedoch besonders in Kombination mit modernen Wärmepumpen.
Da kein Trinkwasser gespeichert wird, entstehen deutlich ungünstigere Bedingungen für Legionellen.
Eine separate Wärmepumpe, die ausschließlich Trinkwasser erwärmt und dabei die Wärme aus der Umgebungsluft nutzt.
Sie eignet sich besonders zur Nachrüstung in Bestandsgebäuden ohne komplette Heizungsmodernisierung.
Je höher die erforderliche Temperatur, desto mehr elektrische Energie benötigt die Wärmepumpe. Deshalb arbeitet sie bei niedrigeren Temperaturen wirtschaftlicher.
Je nach Anlagenart und Nutzung gelten unterschiedliche hygienische Anforderungen. Für größere Anlagen bestehen strengere Vorgaben als für Ein- und Zweifamilienhäuser.
Sie benötigt einen passenden Pufferspeicher. Deshalb sollte bereits bei der Planung ausreichend Aufstellfläche vorgesehen werden.
Die Investition liegt meist etwas höher als bei einem klassischen Trinkwasserspeicher. Durch geringere Wärmeverluste, hohe Hygiene und die optimale Zusammenarbeit mit einer Wärmepumpe kann sich diese Mehrinvestition langfristig auszahlen.