§ 14a EnWG

Die Module nach § 14a EnWG

§ 14a EnWG

Die Module nach § 14a EnWG

Reduzierte Netzentgelte für Wärmepumpe, Wallbox und Speicher: § 14a EnWG macht es mit drei Modulen möglich. Wie Modul 1, 2 und 3 funktionieren, welches sich wann lohnt und wie naturwärme Messkonzept und Beantragung aus einer Hand übernimmt.

Voraussetzung

Grundvoraussetzung: Intelligentes Messsystem (iMSys)

Seit der Einführung der neuen Regelungen nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist ein intelligentes Messsystem (iMSys) die technische Grundlage für die Teilnahme an den Netzentgeltmodulen.

Ein iMSys besteht aus:

Digitaler Stromzähler

moderne Messeinrichtung

Smart Meter Gateway

ermöglicht die sichere Kommunikation zwischen Stromkunde, Netzbetreiber und Messstellenbetreiber

Nur mit einem iMSys kann der Netzbetreiber bei Bedarf die steuerbare Verbrauchseinrichtung (z. B. Wärmepumpe oder Wallbox) netzdienlich steuern und gleichzeitig die reduzierten Netzentgelte nach § 14a EnWG gewähren.

Steuerbare Anlagen

Welche Anlagen gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen?

Dazu zählen unter anderem:

Wärmepumpen

Wallboxen für Elektrofahrzeuge

Batteriespeicher
(bei entsprechender Ausführung)

Klimaanlagen mit einer elektrischen
Anschlussleistung über 4,2 kW

naturwärme übernimmt auf Wunsch die komplette Planung des Messkonzepts sowie die Beantragung des intelligenten Messsystems (iMSys) beim zuständigen Verteilnetzbetreiber und Messstellenbetreiber.

Die 3 Module

Modul 1, 2 und 3 im Überblick

1

Modul 1

Pauschale Netzentgelt­reduzierung

So funktioniert es

Der Netzbetreiber gewährt eine jährliche pauschale Reduzierung der Netzentgelte.

Die Höhe der Entlastung ist unabhängig davon, wie viel Strom die Wärmepumpe oder Wallbox tatsächlich verbraucht. Die Gutschrift erfolgt automatisch über die Netzentgeltabrechnung.

Voraussetzungen

Ein separater Wärmepumpenzähler ist nicht erforderlich.

Vorteile

Geeignet für

2

Modul 2

Reduzierter Arbeitspreis

So funktioniert es

Bei Modul 2 wird nicht ein pauschaler Betrag gutgeschrieben, sondern das Netzentgelt pro verbrauchter Kilowattstunde der steuerbaren Verbrauchseinrichtung deutlich reduziert.

Je höher der Stromverbrauch der Wärmepumpe oder Wallbox, desto größer fällt die jährliche Ersparnis aus.

Voraussetzungen

Nur der Stromverbrauch der Wärmepumpe oder Wallbox profitiert vom reduzierten Netzentgelt.

Vorteile

Flexibel wechselbar

Wer sich zunächst für Modul 1 entscheidet, kann später problemlos auf Modul 2 wechseln, sofern ein separater Zähler für die Wärmepumpe oder Wallbox installiert wird. Dadurch bleibt die Entscheidung auch für die Zukunft flexibel.

3

Modul 3

Zeitvariable Netzentgelte

So funktioniert es

Modul 3 ergänzt Modul 1 um zeitvariable Netzentgelte.

Dabei unterscheiden sich die Netzentgelte je nach Auslastung des Stromnetzes. In Zeiten geringer Netzauslastung sind die Netzentgelte niedriger als in Zeiten hoher Belastung.

Ein intelligentes Home-Energy-Management-System (HEMS) kann Wärmepumpe, Wallbox oder Batteriespeicher automatisch in die günstigsten Zeitfenster verschieben und so zusätzliche Einsparungen ermöglichen.

Voraussetzungen

Modul 3 kann nicht mit Modul 2 kombiniert werden.

Aktueller Stand (2026)

Obwohl Modul 3 gesetzlich vorgesehen ist, wird es derzeit (Stand 2026) von den Netzbetreibern in der Praxis noch nicht flächendeckend angeboten. Die technischen Voraussetzungen für zeitvariable Netzentgelte befinden sich vielerorts noch im Aufbau.

Nach aktuellem Stand wird erwartet, dass eine flächendeckende Einführung erst ab voraussichtlich 2028 erfolgen wird.

Die gute Nachricht: Mit der Installation eines intelligenten Messsystems (iMSys) schaffen Sie bereits heute die notwendige technische Grundlage. Sobald Ihr Netzbetreiber Modul 3 anbietet, können die neuen zeitvariablen Netzentgelte ohne erneuten Zählerwechsel genutzt werden.

Gerade in Kombination mit einer Photovoltaikanlage, einem Batteriespeicher, einer Wärmepumpe und einem intelligenten HEMS bietet Modul 3 künftig großes Potenzial, den Eigenverbrauch zu optimieren und die Stromkosten weiter zu senken.

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Häufig gestellte Fragen

Für die meisten Haushalte ist Modul 1 die sinnvollste Wahl: eine unkomplizierte pauschale Reduzierung ohne separaten Zähler. Bei hohem Stromverbrauch kann Modul 2 wirtschaftlicher sein.

Für Modul 1 nicht, für Modul 2 ja. Ein Wechsel von Modul 1 zu Modul 2 ist später jederzeit möglich, sobald ein separater Zähler installiert wird.

Ein intelligentes Messsystem (iMSys) und eine steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG, zum Beispiel eine Wärmepumpe oder Wallbox.

Modul 3 mit zeitvariablen Netzentgelten wird derzeit (Stand 2026) noch nicht flächendeckend angeboten. Eine breite Einführung wird ab voraussichtlich 2028 erwartet. Mit einem iMSys schaffen Sie bereits heute die Grundlage.