naturwärme Berater Andi mit Sigenergy SigenStor

Photovoltaik endet heute längst nicht mehr bei Solarmodulen auf dem Dach. Strom soll gespeichert, intelligent verteilt und möglichst auch für Wärmepumpe oder Elektroauto genutzt werden. Genau an diesem Punkt wird die Wahl des passenden Energiesystems immer wichtiger.

Sigenergy verfolgt dabei einen stark integrierten Ansatz: Wechselrichter, Batteriespeicher, Energiemanagement und Elektromobilität sollen möglichst eng zusammenspielen. Bekannt ist die Marke vor allem durch das modulare SigenStor-System. Doch Sigenergy ist breiter aufgestellt. Wir erklären, was hinter der Marke steckt, wie das System funktioniert und für wen die Technik interessant sein kann.

Was ist Sigenergy?

Sigenergy entwickelt Energiesysteme für Photovoltaik, Stromspeicherung und Elektromobilität. Das Unternehmen bietet Lösungen für private Haushalte ebenso wie für gewerbliche und größere Anwendungen.

Im privaten Bereich steht vor allem die Idee im Mittelpunkt, verschiedene Komponenten nicht isoliert voneinander zu betrachten. Photovoltaikanlage, Wechselrichter, Speicher, Energiemanagement und E-Auto können innerhalb eines gemeinsamen Systems zusammenarbeiten.

Zum Produktportfolio von Sigenergy gehören unter anderem:

  • Wechselrichter
  • Batteriespeichersysteme
  • Energiemanagement
  • AC- und DC-Ladelösungen für Elektroautos
  • Lösungen für größere gewerbliche und industrielle Speicheranwendungen

Für Hausbesitzer ist insbesondere SigenStor interessant, weil hier mehrere dieser Funktionen in einem modularen System zusammengeführt werden.

Was ist SigenStor von Sigenergy?

SigenStor ist ein modulares Energiesystem, das zentrale Komponenten einer Photovoltaikanlage miteinander verbindet. Statt Wechselrichter, Speicher und Ladeinfrastruktur als voneinander getrennte Systeme aufzubauen, setzt Sigenergy auf eine integrierte Architektur.

Das System kann unter anderem folgende Funktionen zusammenführen:

  • PV-Wechselrichter
  • Batterie-Leistungselektronik
  • Batteriespeicher
  • Energiemanagement
  • optionales DC-Laden für Elektroautos

Das bedeutet nicht, dass jedes Haus automatisch alle Funktionen benötigt. Der Vorteil liegt vielmehr darin, dass sich das System passend zum jeweiligen Energiekonzept konfigurieren lässt.

Wer zunächst Photovoltaik und Speicher plant und später Elektromobilität stärker einbinden möchte, kann eine solche modulare Struktur interessant finden.

Warum setzt Sigenergy auf ein integriertes Energiesystem?

Ein integriertes System erleichtert die Abstimmung zwischen Erzeugung, Speicherung und Verbrauch. Genau diese Koordination wird bei modernen Photovoltaikanlagen immer wichtiger.

Ein typischer Haushalt kann heute mehrere große elektrische Verbraucher haben: Neben dem normalen Haushaltsstrom kommen möglicherweise eine Wärmepumpe und ein Elektroauto hinzu. Gleichzeitig erzeugt die Photovoltaikanlage nicht zu jeder Tageszeit gleich viel Strom.

Das Energiesystem muss deshalb laufend entscheiden, wie die verfügbare Energie sinnvoll genutzt wird. Solarstrom kann beispielsweise direkt im Haus verbraucht, im Batteriespeicher zwischengespeichert, zum Laden eines Elektroautos verwendet oder ins Stromnetz eingespeist werden.

Je besser die einzelnen Komponenten miteinander kommunizieren, desto gezielter lassen sich diese Energieflüsse steuern.

Wie funktioniert der Batteriespeicher von Sigenergy?

SigenStor arbeitet mit modularen LiFePO4-Batteriemodulen, die miteinander kombiniert werden können. Dadurch lässt sich die Speicherkapazität an den jeweiligen Energiebedarf anpassen.

Zur Verfügung stehen Batteriemodule mit 5,38 kWh beziehungsweise 8,06 kWh Gesamtkapazität. Mehrere Module können innerhalb eines Systems miteinander kombiniert werden.

Der modulare Aufbau ist vor allem deshalb interessant, weil nicht jeder Haushalt dieselbe Speichergröße benötigt. Ein Gebäude mit normalem Haushaltsstrom stellt andere Anforderungen als ein Haus mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und Elektroauto.

Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viel Speicherkapazität zu installieren. Der Speicher sollte zur PV-Leistung und zum tatsächlichen beziehungsweise geplanten Stromverbrauch passen.

Welche Aufgabe übernimmt der Sigen Energy Controller?

Der Sigen Energy Controller übernimmt die zentrale Wechselrichterfunktion und koordiniert das Zusammenspiel des Systems.

Der Gleichstrom aus den Solarmodulen muss für viele Verbraucher im Haus in Wechselstrom umgewandelt werden. Gleichzeitig kommuniziert der Energy Controller mit dem Batteriespeicher und weiteren Systemkomponenten.

Sigenergy bietet den Energy Controller in unterschiedlichen Ausführungen an. Bei den dreiphasigen Varianten reicht die Nennleistung von 5 bis 25 kW.

Welche Leistung sinnvoll ist, hängt von der Größe der Photovoltaikanlage und dem gesamten Energiekonzept ab. Ein größerer Wechselrichter ist nicht automatisch die bessere Wahl. Die Auslegung sollte zum tatsächlichen System passen.

Kann Sigenergy auch ein Elektroauto einbinden?

Ja, Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil des Sigenergy-Konzepts. Besonders interessant ist dabei das optionale Sigen EV DC-Lademodul.

Während eine klassische Wallbox das Elektroauto mit Wechselstrom lädt, erfolgt das Laden hier auf der Gleichstromseite. Das ist technisch interessant, weil sowohl Photovoltaikmodule als auch Fahrzeugbatterien grundsätzlich mit Gleichstrom arbeiten.

Das EV-DC-Lademodul wird in Varianten mit 12,5 und 25 kW angeboten.

Wie schnell ein Fahrzeug tatsächlich geladen werden kann, hängt jedoch nicht allein von der Ladestation ab. Auch Fahrzeug, Systemkonfiguration und technische Rahmenbedingungen spielen eine Rolle.

Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden?

Beim AC-Laden übernimmt das Ladegerät im Elektroauto die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom. Beim DC-Laden erfolgt diese Umwandlung außerhalb des Fahrzeugs.

Eine klassische Wallbox liefert Wechselstrom. Da die Fahrzeugbatterie Gleichstrom speichert, muss das Fahrzeug diesen Strom zunächst umwandeln.

Beim DC-Laden gelangt die Energie dagegen als Gleichstrom zum Fahrzeug. In einem integrierten Photovoltaiksystem kann das interessant sein, weil die Solarmodule ebenfalls Gleichstrom erzeugen.

Das bedeutet jedoch nicht pauschal, dass eine DC-Lösung für jeden Haushalt sinnvoller ist. Kosten, Fahrzeug, tägliche Fahrleistung, Ladebedarf und die gesamte Anlagenplanung sollten gemeinsam betrachtet werden.

Kann SigenStor bidirektional laden?

SigenStor ist mit dem passenden EV-DC-Lademodul für bidirektionale Anwendungen ausgelegt. Damit kann Energie grundsätzlich nicht nur in das Elektroauto hinein-, sondern bei kompatibler Technik auch wieder herausfließen.

Dabei werden vor allem zwei Anwendungen unterschieden:

  • Vehicle-to-Home (V2H): Das Elektroauto kann Energie aus seiner Batterie wieder für das Haus bereitstellen.
  • Vehicle-to-Grid (V2G): Energie kann grundsätzlich aus dem Fahrzeug zurück in das öffentliche Stromnetz fließen.

Gerade Vehicle-to-Home ist spannend, weil die Batterien moderner Elektroautos häufig deutlich größer sind als klassische Heimspeicher.

Wichtig zu wissen: Eine bidirektionale Wallbox allein reicht nicht aus. Das Elektroauto muss diese Funktion ebenfalls unterstützen. Zusätzlich müssen die technischen, netzseitigen und regulatorischen Voraussetzungen für den jeweiligen Anwendungsfall erfüllt sein.

Bidirektionales Laden sollte deshalb immer individuell geprüft werden.

Welche Rolle spielt das Energiemanagement bei Sigenergy?

Das Energiemanagement koordiniert, wann Strom erzeugt, gespeichert und verbraucht wird. Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied zwischen einem einfachen Batteriespeicher und einem umfassenderen Energiesystem.

Über die mySigen App können unter anderem zentrale Energieflüsse überwacht werden, beispielsweise:

  • aktuelle PV-Erzeugung
  • Stromverbrauch im Gebäude
  • Ladezustand des Batteriespeichers
  • Stromfluss zwischen Gebäude, Speicher und Netz
  • Ladevorgänge eines eingebundenen Elektroautos

Sigenergy bietet darüber hinaus KI-gestützte Funktionen für die Energieplanung und Systemsteuerung an. Dabei können beispielsweise Erzeugung, Verbrauch und weitere verfügbare Informationen in die Steuerung einfließen.

Für Nutzer sollte die Technik dabei im Idealfall nicht mehr Arbeit verursachen. Sinn eines guten Energiemanagements ist gerade, viele Entscheidungen im Hintergrund automatisch zu treffen.

Kann ein Sigenergy-System auch bei einem Stromausfall versorgen?

Eine Ersatz- beziehungsweise Notstromversorgung ist mit entsprechend ausgelegten Systemkomponenten möglich.

Der Energy Controller unterstützt verschiedene netzgebundene und netzunabhängige Betriebsarten. Welche Verbraucher bei einem Stromausfall versorgt werden können und wie die Umschaltung umgesetzt wird, hängt jedoch von der geplanten Anlagenkonfiguration ab.

Deshalb sollte bereits vor der Installation geklärt werden, was mit „Notstrom“ konkret gemeint ist. Soll lediglich ein wichtiger Stromkreis weiterlaufen oder soll möglichst viel vom Gebäude versorgt werden?

Diese Anforderungen beeinflussen die technische Planung erheblich.

Ist Sigenergy nur für SigenStor bekannt?

SigenStor ist für private Photovoltaikanlagen ein zentrales Produkt, Sigenergy bietet jedoch deutlich mehr als einen einzelnen Heimspeicher.

Die Marke entwickelt auch weitere Wechselrichter-, Speicher- und Ladelösungen sowie Systeme für gewerbliche und industrielle Anwendungen. Der gemeinsame Ansatz besteht darin, Energieerzeugung, Speicherung und Verbrauch möglichst intelligent miteinander zu verbinden.

Für private Haushalte ist SigenStor deshalb vor allem ein gutes Beispiel dafür, wie Sigenergy Energiesysteme grundsätzlich denkt: modular, vernetzt und mit einer starken Einbindung von Elektromobilität.

Für wen kann Sigenergy interessant sein?

Sigenergy eignet sich besonders für Haushalte, die mehrere Bereiche ihrer Energieversorgung miteinander verbinden möchten.

Interessant kann das System beispielsweise sein, wenn Sie:

  • eine neue Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher planen,
  • möglichst viel eigenen Solarstrom nutzen möchten,
  • bereits ein Elektroauto besitzen oder eines planen,
  • sich für DC-Laden interessieren,
  • bidirektionales Laden künftig berücksichtigen möchten,
  • eine integrierte Systemarchitektur bevorzugen,
  • eine Wärmepumpe und weitere große Verbraucher einbinden möchten.

Wer dagegen lediglich eine sehr einfache Photovoltaikanlage ohne Speicher, Energiemanagement oder weitere Verbraucher sucht, benötigt möglicherweise nicht den gesamten Funktionsumfang.

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist immer, welche Funktionen Sie tatsächlich nutzen möchten.

Was sollten Sie vor der Entscheidung für Sigenergy prüfen?

Die Komponenten sollten immer auf Ihr Gebäude und Ihren zukünftigen Energiebedarf abgestimmt werden.

Bei der Planung betrachten wir deshalb unter anderem:

  • Größe und mögliche Leistung der Photovoltaikanlage
  • Jahresstromverbrauch
  • Leistung des Wechselrichters
  • passende Speicherkapazität
  • vorhandene oder geplante Wärmepumpe
  • Elektroauto und Fahrprofil
  • gewünschte Wallbox beziehungsweise DC-Ladelösung
  • Voraussetzungen für bidirektionales Laden
  • gewünschte Ersatzstromversorgung
  • zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten

Gerade bei modularen Systemen ist eine vorausschauende Planung sinnvoll. Sie verhindert, dass einzelne Komponenten zwar technisch gut sind, aber später nicht optimal zum tatsächlichen Verbrauch oder zu neuen Anforderungen passen.

Ist Sigenergy die richtige Lösung für jedes Haus?

Nein, ein gutes Energiesystem muss zum jeweiligen Gebäude passen – unabhängig vom Hersteller.

Sigenergy bietet viele interessante Möglichkeiten, insbesondere wenn Photovoltaik, Batteriespeicher, Energiemanagement und Elektromobilität eng miteinander verbunden werden sollen. Genau dieser Funktionsumfang bedeutet aber auch, dass vorab geklärt werden sollte, welche Funktionen tatsächlich gebraucht werden.

Bei naturwärme betrachten wir deshalb nicht nur das Produkt, sondern das gesamte Energiekonzept. Eine technisch umfangreiche Lösung ist nur dann sinnvoll, wenn sie auch zum Verbrauch, zum Gebäude und zu Ihren zukünftigen Plänen passt.

Sie planen eine Photovoltaikanlage und möchten wissen, ob Sigenergy zu Ihrem Energiekonzept passt? naturwärme plant die passende Kombination aus Photovoltaik, Batteriespeicher, Wechselrichter und Ladeinfrastruktur individuell für Ihr Zuhause. Dabei berücksichtigen wir auch zukünftige Verbraucher wie Wärmepumpe oder Elektroauto.

Diesen Beitrag teilen:

Jetzt kostenfreie Beratung anfragen

Wofür interessieren Sie sich?

Inhaltsverzeichnis

Zentrale Mainaschaff

Am Glockenturm 7 63814 Mainaschaff